Freitag, 7. April 2017

Hannovers DNA

Haus der Staatsanwälte schlägt feinen
Bogen - auch um die Wahrheit.
Foto: Heinz-Peter Tjaden
















Immer ein guter Grund für Bewerbungen

Hannovers erfolgreichste Schriftstellerin Rosamunde Schostok, die sich als Oberbürgermeisterin von Hannover ein Zubrot verdient, ist empfindsam wie viele Künstlerinnen und Künstler. Wenn sie ihren Nebenjob im Neuen Rathaus ausübt, hat sie nah am Wasser gebaut, pardon: arbeitet sie nah am Wasser des Teiches im Maschpark. Deswegen liest sie regelmäßig die "Apotheker-Zeitung", um sich darüber zu informieren, was sie für ihre seelische Gesundheit tun kann.

Leider steht auch Falsches in dieser Zeitung, die Rosamunde Schostok trotzdem nicht zur "Lügen-Presse" zählt. So hat dieses Blatt im Sommer vorigen Jahres behauptet, dass die Europäische Medikamenten-Agentur (EMA) London trotz Brexit nicht verlassen muss. 

Doch das Richtige erfuhr Rosamunde Schostok gerade noch rechtzeitig. Die EMA muss London verlassen. Also schlug sie in einem Brief an die Bundesregierung Hannover als neuen Standort vor. In diesem Schreiben pries sie die DNA der niedersächsischen Landeshauptstadt, die vor lauter Internationalität und Gastfreundschaft fast schon nicht mehr aus den Genen schauen kann.

Auch Bilder schaute sich Hannovers erfolgreichste Schriftstellerin an. Dabei fiel ihr auf, dass es große Ähnlichkeiten zwischen den Bogen gibt, die das EMA-Gebäude in London und das Haus der Staatsanwälte im Volgersweg um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schlagen. 

Mit der Tatsache allerdings, dass es im Haus der Staatsanwälte Mitarbeiter geben soll, die es gar nicht gibt, schlug sich Rosamunde Schostok nicht herum. Wer sich bewirbt, verrät nicht alles. Das überlässt sie dem erfolglosen Schriftsteller-Kollegen Heinz-Peter Tjaden aus Burgwedel in seiner Broschüre "Wenn Zeitungsenten abheben", die Hannovers erfolgreichste Schriftstellerin schon vor einiger Zeit hier als e-book gelesen hat

Siehe auch: Profitiert Hannover vom Brexit?