Montag, 13. März 2017

Kreativ wie Rosamunde

"Bild" Hannover: kreativ mit Rosamunde.








Keine Kuschelpädagogik in Containern

Hannovers Bestsellerautorin Rosamunde Schostok, die sich als Oberbürgermeisterin der niedersächsischen Landeshauptstadt ein Zubrot verdient, hat wieder einmal feststellen müssen, dass auch andere - aus welchen Gründen auch immer - Bücher schreiben. Der Präsident des Lehrerverbandes, Josef Kraus, gaukelt derzeit für eine ebenso nutzlose wie überholte Veröffentlichung Kenntnisse darüber vor, "wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt". 

Das wäre nicht einmal schlimm, sagt dazu Rosamunde Schostok, denn in Hannover werden die Wände von Unterrichtsräumen immer dünner. Ganz dünn sind sie demnächst in Wettbergen, wo sechs statt drei Container für Grundschülerinnen und Grundschüler aufgestellt werden. Die von Josef Kraus beklagte "Kuschelpädagogik" werde es - so Hannovers erfolgreichste Schriftstellerin - dort nicht geben, denn kein Kind kuschele gern unter einem Blechdach. 

Gemeinsam mit der "Bild"-Zeitung, bei der kein Redakteur Abitur hat, einigte sich Rosamunde Schostok mit allen Pädagoginnen und Pädagogen, die nicht Mitglied des Lehrerverbandes sind, auf eine neue Schreibweise für Container. Sie ist ebenso leicht zu erlernen wie einprägsam: Containerr. 

Damit sei auch die etwas krause Befürchtung "Wenn alle Abitur haben, hat keiner mehr Abitur" zumindest zweifelhaft geworden. In Hannover gelte ab sofort: "Wenn alle kein Abitur haben, haben alle Abitur."


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