Freitag, 6. Januar 2017

Rosamunde badet nicht

Stadionbad wird später fertig. 










Außerdem wäre sie gern eine Berlinerin

Rosamunde Schostok ist als Schriftstellerin und als Oberbürgermeisterin noch nie baden gegangen. Deshalb nimmt sie die Verzögerungen bei der Sanierung des Stadionbades sehr gelassen, wie es auch sonst immer ihre Art ist. 

"Außerdem", sagt Rosamunde Schostok in einem Interview mit diesem blog, den sie immer sehr aufmerksam liest, "möchte ich bei Verzögerungen endlich dahin kommen, dass ich mit Stolz wie dermaleinst John F. Kennedy sagen kann, dass ich eine Berlinerin bin." Bei den Kosten werde das aber wohl nicht gelingen. Die hätten sich lediglich verdoppelt. "Was ich bedauerlich finde", fügt Hannovers erfolgreichste Schriftstellerin, die sich als Oberbürgermeisterin ein Zubrot verdient, hinzu.

Lediglich zur Kenntnis genommen habe sie die von der "Neuen Presse" veröffentlichte angebliche Verzögerungs-Erklärung des Stadtsprechers Udo Möller, die da lautete: "Der im Eingangsbereich aus Denkmalschutzgründen neu zu verlegende Terrazzoboden kann trotz mehrfacher Zusagen des Verlegerbetriebs wegen Lieferschwierigkeiten der dazu aus Italien zu beziehenden Spezialmischung zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingebaut werden." Dazu die Oberbürgermeisterin: "Das kann der niemals gesagt haben. So lange Sätze beherrscht der gar nicht."

Schön aber wäre es nach Auffassung von Rosamunde Schostok, wenn dieser Satz kreative Wortschöpfer "auf den Plan" rufen würde, die sich "als Unwort des Jahres 2017 geeignete Formulierungen" einfallen ließen. Sie selbst schlug sogleich "Stadionbadsanierungsverzögerungsterrazobodenverlegungsprobleme" vor. Hannovers erfolgreichste Schriftstellern ist jetzt schon sicher: "Etwas Besseres fällt keinem ein." 

Da sind wir sicher.  


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