Freitag, 31. Mai 2013

Das Neue Rathaus

Ist inzwischen ein altes Haus - und feiert 100. Gebautstag

Das wird schwer. Sehr schwer. Doch ich will den Versuch wagen, einen Text zu schreiben wie er sonst nur von der großen hannoverschen Dichterin Rosamunde Schostok verfasst werden kann: So schön wie ein Sonnenuntergang und so rührend wie ein Kuchenteig. Lassen Sie sich das von mir wahrscheinlich unvollkommen Geschriebene rosa munden:

Wenn ich am Neuen Rathaus vorbeikomme, kann ich es nicht fassen: Dieses Gebäude strahlt so jung vom Trammplatz und wird doch am 20. Juni 100 Jahre alt. Gegründet wurde es auf so vielen Buchenpfählen wie mein Mitbewerber von der CDU am 22. September Stimmen hat: 6026. Gefeiert wird dieser 100. Gebautstag mit spannenden geschichtlichen Vortragsreihen, nostalgischen Stummfilmabenden, Führungen und Sonderausstellungen, auf die ich mich schon so sehr freue, wie ich das kaum noch in Worte fassen kann.

Doch ganz besonders freue ich mich auf das Konzert von "Silbermond" am 20. Juni auf dem Trammplatz. Das Wort Silbermond weckt in mir Erinnerungen an das Mädchen, das mir den ersten Kuss gegeben hat. Über dem Maschsee schien der Silbermond und sie hieß Maren, nein Martina, auch nicht, ich glaube, ihr Name war Manuela, aber wie dem auch sei, irgendetwas mit M war es. Es war ein Kuss, an den ich noch oft denke, wenn ich am Maschsee sitze und mich davonträume in eine Zeit, als wir noch unbeschwert waren und noch nicht so alt wie das Neue Rathaus.

Der 100. Gebautstag des Neuen Rathauses weckt aber nicht nur schöne Erinnerungen in mir, ich werde mir auch zu Herzen nehmen, was Stadtdirektor Heinrich Tramm am 20. Januar 1913 zu Kaiser Wilhelm II. gesagt hat: "Alles bar bezahlt, Majestät!" Kaiser gibt es heute zwar nicht mehr, doch dafür sind Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, jetzt diejenigen, die unser schönes Hannover regieren, was Ihnen besonders gut gelingen wird, wenn ich erst Ihr Oberbürgermeister bin, der in 100 Jahren ebenfalls sagen kann: "Alles bezahlt." Denn dann hat Hannover keine Schulden mehr.

Das Gebautstagsfest dauert vier Tage. Vier wunderschöne Tage. Vier tolle Tage. Vier Tage, die wir nie wieder vergessen werden. Zu den Höhepunkten gehört am 21. Juni die Fete de la Musique. Das ist Französisch. Vermute ich, wie wir uns vermutlich sehen werden bei so manchem tollen Gespräch und wunderbaren Begegnungen mit vielen Strichen auf unseren Bierdeckeln, die wir wegkratzen, wenn der Kellner nicht hinschaut.

Besonders nett wollen wir zu unseren Gästen sein, die sich bei www.hannover-tourismus.de ein Erlebnispaket mit zwei Übernachtungen gekauft haben. Das sollen sie nicht bereuen. Dazu kann jede und jeder von uns beitragen. Ich werde es tun. Zeigen wir unseren Gästen, wie gastfreundlich unser Hannover ist. Wenn unsere Gäste wieder zuhause sind, können wir immer noch mit Kurt Schwitters sagen: "Das Rathaus gehört den Hannoveranern." Hinzufügen möchte ich: den Hannoveranerinnen natürlich auch...

Wie der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Stefan Schostok zu ihrem Namen gekommen ist

Donnerstag, 30. Mai 2013

Keine Untertanen mehr?

Nun sind wir schon Idioten?

“Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.” (Erich Kästner)

Sie heißt Marlene. Sie sitzt in einem Rollstuhl. Marlene kann nur ihren Kopf bewegen. Sie ruft mir fröhlich auf der Gökerstraße in Wilhelmshaven zu: “Hallo!” Ich sage ebenfalls: “Hallo.” Marlene freut sich.

Ein paar andere Leute dürfen mit einem Gruß von mir  nicht mehr rechnen. Diese Leute sitzen nicht in einem Rollstuhl, sondern im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages. Das tun sie angeblich, weil sie Bürgerinnen und Bürger nicht mehr für Untertanen halten. Sie halten sie inzwischen für Idioten…

Die Vorsitzende heißt Kersten. Der Nachname tut nichts zur Sache, die Parteizugehörigkeit auch nicht. Sie hat mir jetzt erneut mitgeteilt, dass ihr Ausschuss für mich nicht zuständig sei. Das hat sie schon einmal getan. Im vorigen Jahr. Geschickt wurde ich zum Rechtsausschuss des Niedersächsischen Landtages. Dann schickte man mich wieder zurück. Was Kersten nun wieder versucht?

Ich kenne zu viele anständige und wunderbare Menschen, um weiter meine Zeit zu verschwenden mit Leuten, die nicht einmal bestreiten, dass mich der Chef der Staatsanwaltschaft Hannover, Manfred Wendt, belogen hat, und die nicht einmal behaupten, dass ein fast dreijähriges Ermittlungsverfahren mit Anklageschrift ohne Beweismittel rechtsstaatlich sei. Die erklären sich einfach für nicht zuständig. Warum sollte ich dann noch für solche Leute zuständig sein? Auf die kann ich verzichten…Jede Bitte dieser Leute, sie beim nächsten Mal zu wählen, würde ich als Belästigung empfinden.

Die Story in Bildern

Cems persönliche Bitte

Bei Facebook sorgt für Kommentarflut

“Wir verstehen uns sehr gut”, freut sich Bettina Wulff – während sich eine Leserin des Özdemir-Beitrags nicht darüber freuen mag, dass ein Grüner jemandem Vorschriften über seinen Musikgeschmack machen will. Der Maschpark ist übrigens in Hannover ein beliebter Treffpunkt für Liebespaare. Dagegen halten können Özdemir und Steinbrück nur noch, wenn sie sich “unter dem Schwanz” ablichten lassen. Auch dort trifft man sich in der niedersächsischen Landeshauptstadt gern.

Persönliche Bitte eines grünen Spießers

Mittwoch, 29. Mai 2013

Im Briefkasten

Hartz IV wegen schwerer Behinderung
Der 20-jährige Jura-Student Constantin Grosch aus Hameln wehrt sich dagegen, dass er niemals mehr als 2.600,- Euro auf dem Konto haben darf. Constantin hat Muskeldystrohpie. Das heißt, seine Muskeln werden immer schwächer. Während er als 11-jähriger noch auf dem Fußballplatz stehen konnte, ist er nun auf einen Rollstuhl angewiesen.
Constantins Erkrankung wird nach deutschem Recht nicht als gesundheitliche Einschränkung, sondern als Sozialfall eingestuft. Behinderte Menschen wie er werden behandelt wie Hartz IV-Empfänger. Das bedeutet konkret: Wenn er eines Tages als Jurist arbeitet, wird er niemals auf einen Urlaub oder eine eigene Wohnung sparen können. Ein behindertengerechtes Auto (Kosten: ca. 80.000 EUR) kann er sich auf ehrliche Weise nie erarbeiten. Er kann das Geld dafür auch nicht erben oder geschenkt bekommen.
Constantin Grosch kann und möchte ein selbstbestimmtes Leben führen und so weit wie möglich aus eigener Kraft bestreiten. Doch die derzeitige Regelung nimmt ihm und tausenden anderen Menschen in Deutschland dafür die Grundlage. Er hofft, dass sein Fall im Jahr der Inklusion und im Vorfeld des Bundestagswahlkampfs ein Anlass für Arbeitsministerin Ursula von der Leyen sein kann, diese Regelung in der Öffentlichkeit neu zu diskutieren - deswegen hat er diese Petition gestartet.

Zur Petition


Montag, 27. Mai 2013

Rosamundes Entchen...

...schwimmen auf dem Maschsee

Rosamunde Schostok schwimmt als Dichterin weiter auf einer Erfolgswelle. Damit das so bleibt, regnet es seit Tagen. Denn sonst wären der SPD-Oberbürgermeister-Kandidatin an diesem Montag nicht solche Sätze eingefallen, die man immer wieder lesen möchte: "Kennen Sie schon den Spruch ´Der kleine November möchte gern aus dem Mai abgeholt werden´? Oder: ´Ab Freitag wird es wärmer – auch der Regen.´" Wem huscht da nicht ein Lächeln über das nasse Gesicht?

Wortgewaltig berichtet Rosamunde Schostok nach diesen Sprüchen, auf die niemand verzichten möchte, dass bei Regen auch einmal Verzicht geübt werden muss: "Gerade ist der autofreie Sonntag in Hannovers Innenstadt buchstäblich ins Wasser gefallen." Und was lernen wir daraus? Genau - das: In Hannover regnet es nie ungerade. Deshalb hat für Rosamunde Schostok auch gerade gegolten: "Bei ununterbrochenem Guss von oben wäre eine Durchführung für alle Beteiligten, Besucherinnen und Besucher nicht zu verantworten gewesen." Das ist Dichtung aus einem Guss!

Die Rosamunde Schostok so krönt: "Bei der jetzt schon tagelangen Kälte und Nässe sehnen sich die Menschen ohnehin eher nach Wärme und Sonne. Mir geht es nicht anders. Dem Kinderlied ´Eine Seefahrt, die ist lustig´ könnte ich nach dem Drachenbootrennen ´für mehr Toleranz´ neue Strophen zufügen. Wasser von oben, Wasser von unten, Matsch am Ufer – und trotzdem hat es Spaß gemacht."

Das reimt sich zwar nicht, tut den Werken von Rosamunde Schostok aber keinen Abbruch. Diese Dichterin bricht die Szenen so gekonnt ab, dass man sich nur noch voller Neid fragen kann, warum nur der SPD-Oberbürgermeister-Kandidatin derart Wundervolles einfällt. Uns Stubenhockerinnen und Stubenhockern würde doch allenfalls "Regentropfen, die an mein Fenster klopfen" in den Sinn kommen.

Oder solche Strafanträge... 

Dienstag, 21. Mai 2013

Mein Name ist Bond

Geheimdienst nimmt Rosamunde Schostok den Pass weg

Diese Woche rührt uns Rosamunde Schostok mit einem Geständnis zu Tränen. Das lautet: Manchmal übertreibt die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin ein wenig. Schreibt sie, bevor sie sich umstellt. Doch Rosamunde Schostok stellt sich nicht nur hin und wieder um, sondern auch sich selbst, um ihre Stärken und Schwächen zu finden. Das dauert, schreibt sie. Und zwar deshalb: "Vorstellungsgespräche habe ich für meine früheren beruflichen Tätigkeiten häufig gemacht. Einmal hat es mit der Zusage nicht geklappt, danach ist es immer gelungen. In diesen Vorstellungsrunden macht man viele Erfahrungen. Die Vorbereitung nimmt viel Zeit in Anspruch. Man muss sich mit sich selbst befassen und über seine Stärken und Schwächen nachdenken, sich seiner Fähigkeiten bewusst werden und sie präsentieren."

Beispielsweise bei Facebook. Dort ist Rosamunde Schostok seit 2008. Dann war sie plötzlich weg. Schon stand die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin unter Schock. Das kam so: "Eher sehr ausgewählt durch den Sucher einer Handykamera nehme ich auf, was mich fasziniert oder berührt, dann lade ich das Bild hoch und beschreibe knapp, was ich sehe und bemerkenswert finde. Das Foto auf Facebook und der kleine Kommentar sollen anderen ein Fenster öffnen, so dachte ich mir das. Facebook hat dann die normale Seite zu einer richtigen „Chronik“ weiterentwickelt, in der man Lebensstationen nachtragen kann. Diese Umstellung war noch einfach, keine Daten gingen verloren. Die Umstellung jetzt aber von einer „Chronik“ auf eine „Seite“ hat mich um so mehr beschäftigt. Alte Einträge meines „Tagesbuches“ von 2008 bis 2013 kann ich zwar auf meinem Computer sichern, aber nach der Umstellung tauchen sie nicht mehr automatisch auf der „Fan-Seite“ auf. Das war vielleicht ein komisches Gefühl!"

Von dem Rosamunde Schostok leider kein Foto gemacht hat, sondern aus diesem große Dichtkunst: "Mir kam es spontan so vor, als sei meine Biografie gelöscht. So wie man es manchmal in Geheimdienstfilmen sieht, in denen einem Menschen nicht nur sein Pass, sondern sogar seine Identität genommen wird."

Nun jagte Rosamunde Schostok nicht etwa Dr. No, sondern gab sich Chance zwo. Sie lud einige Fotos erneut hoch. Auf diese Idee ist sie ganz allein gekommen. Inzwischen bekam Rosamunde Schostok auch ihren Pass wieder, wie jede Hannoveranerin und jeder Hannoveraner, der nicht seine Identität bei Facebook verloren hat, sondern seinen Arbeitsplatz, ganz schnell wieder einen Job findet.

Auch Rosamunde Schostok sucht einen: "Seit mehr als einem Jahr bewerbe ich mich bei Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern, in vielen Einzelvorstellungsgesprächen, um ihre Stimme für mich bei der Wahl des neuen Oberbürgermeisters. Im Grunde geht es darum, meine zukünftigen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber (und das sind alle Hannoveranerinnen und Hannoveraner) zu überzeugen und von ihnen angestellt oder eingestellt zu werden."

Also, nicht beim Arbeitsamt an-, sondern Rosamunde Schostok einstellen, ist das Gebot irgendeiner Stunde, die irgendwann kommen wird...

Wie Stefan Schostok zu ihrem Namen gekommen ist





Freitag, 17. Mai 2013

Was verdient der OB?

Ich käme mit 2 500 Euro hin

Im Internet habe ich diese Zahl gefunden: Der Oberbürgermeister von Hannover bekommt ein Grundgehalt von 9 142 Euro im Monat. Da ich ein bescheidener Mensch bin, käme ich mit 2 500 Euro hin. Auf einen Dienstwagen und anderen Schnickschnack auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler könnte ich verzichten. Würde ich alles von den 2 500 Euro kaufen. Den Rest würde ich für gemeinnützige Zwecke in Hannover spenden, auch für Menschen, die von einem Tag zum anderen in eine finanzielle Notlage geraten, hätte ich sicherlich so manchen Euro über...

Außerdem bin ich in einer Stadt lieber mit dem Fahrrad als mit dem Auto unterwegs.

Donnerstag, 16. Mai 2013

Asphalt

Widmet sich dem Sonntag und knöpft sich Steinbrück vor

Die Mai-Ausgabe des Obdachlosen-Magazins "Asphalt" ist dem Sonntag gewidmet. Herausgeber und Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes hält diesen Tag für "eine Insel in der dahinfließenden Zeit, einen geschützten Palast der Zeit, damit die Woche Struktur erhält".

Dieser Meinung bin ich schon vor meiner Geburt gewesen, deshalb lauerte ich im Februar 1949 auf den richtigen Sonntag, um den Wochen meiner schwangeren Mutter Struktur zu verleihen. Als in diesem Monat zwei Sonntage vorüber waren, reckte ich meine Arme und Beine und machte mich auf den Weg nach draußen. Den beendete ich am dritten Sonntag des Februars 1949 pünktlich um 7 Uhr morgens. So hatte meine Mutter noch etwas von diesem "Palast der Zeit" und Erich Malpass 1965 die Idee für den Roman "Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung".

Fast 50 Jahre später kam eine Partei, die früher SPD hieß, auf eine andere, weniger gute Idee: Sie machte Peer Steinbrück zu ihrem Kanzlerkandidaten, um der nächsten Niederlage bei einer Bundestagswahl zumindest Struktur zu verleihen. Ob da noch "Platon hilft", wie "Asphalt"-Autor Volker Macke auf Seite 5 in einer Glosse auch nicht mehr zu hoffen scheint, darf auch von mir Frühgeborenem bezweifelt werden. Denn - schreibt Volker Macke: "Peer Steinbrück will Sport nur noch für Jungs. Mädchen machen dann Jazzdance, Gymnastik und Pilotis oder wie das Gedöns genannt wird. Der Religion zuliebe empfiehlt der oberste Satiriker der SPD den Schulen doch tatsächlich die Segration der Kinder im Sportunterricht."

Auch die "Asphalt"-Mai-Ausgabe kostet 1,60 Euro, die Hälfte bekommt der Verkäufer. Den Rest Peer Steinbrück - am 22. September 2013.

www.asphalt-magazin.de

Mittwoch, 15. Mai 2013

Jagdterrier Mike Tjaden

Ist entsetzt

Ich bin es. Der leidgeprüfte Jagdterrier Mike Tjaden, der heute nicht die “Wilhelmshavener Zeitung” liest, sondern mir selbst jeden Wunsch von meinen treuen Augen ab, der immer noch nicht in Erfüllung gegangen ist, obwohl es vor zweieinhalb Jahren danach aussah.

Damals wäre mein Herrchen, dieser Heini Heinz-Peter Tjaden, beinahe in eine katholische Kirche in Münster gegangen, um bei der Taufe von zwei Kindern dabei zu sein. Sogleich riss ich aus und rannte nach Lüdinghausen, wo mir eine Frau begegnete, die ich im richtigen Moment traf. Diese Frau hieß Martina Große-Feldhaus und war Verfahrensbeiständin an Familiengerichten. Der berichtete ich von der drohenden Tauf-Gefahr.

Ich passe auf

Dienstag, 14. Mai 2013

Noch´n Regisseur

Mit Hund schon berühmt genug

Für 249 Euro soll ich noch berühmter werden. Schließe ich aus einem Brief, den ich heute aus Berlin bekommen habe. Absender ist “Who´s Who in Germany”. Im englischen Original sind Eintragungen noch kostenlos gewesen.

“Vor(her)gesehen hat der Verlag für mich eine Biographie, die so beginnt: “Tjaden, Heinz-Peter, B: Red., Schriftst., Regisseur…” Dann folgen ein paar Buch-, aber keine Filmtitel, die es geben müsste, wenn ich tatsächlich Regisseur wäre.

Diese Berufsbezeichnung hat der Verlag für mich wohl vor(her)gesehen, weil Hobby-Filmemacher aus Burgdorf bei Hannover mit Hobby-Darstellerinnen und Hobby-Darstellern aus der Region Hannover 1997 meine Sekten-Erzählung “Insel des Zweifels” in Szene gesetzt haben. Gefördert wurde das Projekt von der Stadt Burgdorf, von einigen Lokalpolitikern und Geschäftsleuten, außerdem von Johannes Mario Simmel. Ich schrieb das Drehbuch und war bei den Dreharbeiten dabei.

Mit Hund ist man schon berühmt genug

Montag, 13. Mai 2013

Das Schönste am Geburtstag

Ist für Rosamunde Schostok die Nacharbeit

Die große Dichterin Rosamunde Schostok rührt auch an diesem Montag zu Tränen. Doch erst einmal spannt die Oberbürgermeisterkandidatin der SPD ihre vielen Leserinnen und Leser auf die Folter: "...das Schönste am Geburtstag sind..." Nun schreib schon, Rosamunde! Was ist denn nun das Schönste? Rosamunde schreibt: "...nein, nicht die Geschenke." Ist das gemein. Will Rosamunde uns etwa nicht verraten, was für sie das Schönste am Geburtstag ist? Will sie endlich doch: "Ich genieße, mit Familie und Freunden zu feiern. Das habe ich am Wochenende getan. Zuerst ein fröhliches Treffen in einer meiner Lieblingskneipen. Die ganz Unentwegten haben bis vier Uhr morgens ausgehalten." Schön, wenn man Gäste hat, die viel aushalten.

Und Rosemunde? Die fällt zwei Absätze später ins Bett, wo sie allerdings nicht untätig bleibt: "Auch die Nacharbeit beschäftigt mich." Nennen wir, die wir weder große Dichterinnen noch große Dichter sind, Kater. Der uns ganz schön beschäftigen kann. Manchmal treibt der uns die ganze Nacht immer wieder auf die Toilette. Kennen wir bis zum Erbrechen.

Aber nicht Rosamunde Schostok, die Robert F. Kennedy zitiert: "Fortschritt ist ein schönes Wort." Wie Nacharbeit zu nächtlicher Stunde nach einer Geburtstagsfeier?  Keine Antwort. Statt dessen: "Seine Triebkraft aber heißt Wandel", verharrt die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin bei Robert F. Kennedy, die trotzdem nicht so bleiben will, wie sie ist. In ihrer Lieblingskneipe ist sie schließlich auch nicht geblieben, denn: "Ich nutze die Zeit, um Hannover ´neu kennen zu lernen´."

Das ist für Rosamunde Schostok sicherlich nicht nur viel Nacht-, sondern auch so manche Nacharbeit. Schon zählt uns die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin vor: "Heute, am Montag, sind es noch 132 Tage bis zur OB-Wahl..." Da mag man an Robert F. Kennedy gar nicht mehr denken. Der ist in der Nacht vom 4. auf den 5. April 1968 als US-Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei erschossen worden. Rosamunde, pass auf dich auf! Als Dichterin würden wir dich vermissen...


Sonntag, 12. Mai 2013

CDU-Kandidat

Tritt ohne die CDU an

Der Name muss raus, denn mit der CDU ist keine Stadt zu machen. Deshalb sollen für Matthias Waldraff parteilose Plakate geklebt werden. Dazu sagt CDU-Parteichef Dirk Toepffer in einem Gespräch mit der "Neuen Presse Hannover": "Die Stärke von Herrn Waldraff ist die Überparteilichkeit. Das wollen die Leute in Hannover." Hätte man testen können. Doch als parteiloser Kandidat hätte Matthias Waldraff erst einmal 320 Unterstützerunterschriften sammeln müssen. So viele Mandanten hat er als Anwalt vielleicht nicht. Deshalb ist er wohl im Januar 2013 in die CDU eingetreten. Was auf den Plakaten verschwiegen werden soll.

Dirk Toepffer glaubt nicht, dass die Wählerinnen und Wähler verwirrt werden, wenn die CDU weggelassen wird. Damit könnte er Recht haben. Denn einen Oberbürgermeisterkandidaten der CDU haben die Hannoveranerinnen und Hannoveraner noch nie ins Rathaus gelassen. Damit sich das ändert, darf man die Wählerinnen und Wähler nicht verwirren, man muss sie täuschen - jedenfalls bis zum Wahltag. Denn auf den Stimmzetteln darf die CDU hinter Matthias Waldraff keinesfalls fehlen. Das böse Erwachen könnte also bis zur Stimmenauszählung dauern - wie immer für die CDU.

Ein anderer Matthias hat vor 2000 Jahren Karriere gemacht, weil er diese Anforderungen erfüllte:
 
"Das muss einer von den Männern sein, die mit uns (den anderen Zwölfen) gewesen sind in all der Zeit, in der der Herr Jesus bei uns ein- und ausging, und zwar von der Taufe des Johannes an bis zu dem Tage, an dem er aufgenommen wurde. Mit uns soll er zum Zeugen seiner Auferstehung werden. (Apg 1,21-22)"
 
So christlich ist die CDU noch nie gewesen. Deshalb sollte sie auf den Plakaten für ihren Oberbürgermeister-Kandidaten auch "Matthias" weglassen. Ein Foto und Waldraff sollte reichen für die Bankrotterklärung, dass die CDU nicht einmal gegen die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin Rosamunde Schostok einen Stich bekäme - wenn sie den nicht schon hätte...

Donnerstag, 9. Mai 2013

Das Maschseebad

Auch 1977 ist das Personal immer in
Sichtweite.






















Im Maschseebad werden Ertrinkende später gerettet

In Hannover gibt es seit dem 21. Mai 1936 den Maschsee, Geschichtliches steht hier. Das Bad gehört zu meinem Lebenslauf. Als Student habe ich dort als Platzarbeiter mein BAföG aufgebessert, in der ersten Saison war das Wetter prächtig, in der zweiten konnten wir die Gäste taglich an einer Hand abzählen, die Quecksilbersäule verließ nur selten den Temperaturkeller, die Regenwolken rissen selten auf.

Doch auch an trüben Tagen können Meisterwerke entstehen. Die hat meine damalige Freundin in ein Bilderbuch gezaubert, dem ich den Titel "Strandbad Maschsee - Ertrinkende werden bei uns etwas später gerettet" gab. Veröffentlicht wurde dieses Bilderbuch am 1. Juli 1977, die Auflage betrug ein Exemplar, das für mich bestimmt war und heute von mir der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Die meisten Arbeitstage verliefen heiter, störend wirkten hin und wieder nur die Ibiza-Gebräunten aus der Südstadt, die so lange meinten, ihnen gehöre das Maschseebad, bis sie vom Chef des Rasens verwiesen wurden. Angeber, die das Personal belästigten, mochte er nicht.

Verlost wurde jeden Abend die Toilettenreinigung. Wer die Frauentoilette sauber machen musste, hatte verloren. Dort spülten Frauen so lange ihre Monatsbinden hinunter, bis sie wieder nach oben kamen und alles verstopften. Der Gestank war kaum auszuhalten.

Nach dem zweiten Maschseebad-Sommer hatte ich mir Plattfüße gelaufen, meine Krankenkasse verschrieb mir Einlagen für meine Schuhe, um die Schmerzen bei jedem Schritt zu lindern, der Orthopäde sagte, dass ich auf diese Einlagen nie mehr würde verzichten können. Da täuschte er sich.

Das Maschseebad-Bilderbuch in voller Schönheit




Dienstag, 7. Mai 2013

CDU rechtsradikal?

Wie verblendet ist dieser Kommentator?

"Was wir brauchen, sind echte Perspektiven für alle Menschen, die hier in Hannover leben. Für Mütter, für Väter, für Familien, für ältere Menschen, für Studenten und ganz besonders für unsere Kinder und Enkel. Egal ob hier geboren oder zugewandert."

Steht auf den Internet-Seiten des CDU-Oberbürgermeisterkandidaten Matthias Waldraff. Dennoch bekommt er die Stimme eines Kommentators, der gestern auf meinen Seiten einen Wutanfall erlitten hat. Die ausländerfeindliche Meinungsäußerung zitierte ich auszugsweise, den Kommentar löschte ich.

Wie verblendet muss eigentlich jemand sein, der meint, dass Matthias Waldraff als Oberbürgermeister alle Ostdeutschen, Polen, Russen, Griechen und Türken aus Hannover rauswerfen würde? Hält dieser Kommentator die CDU für rechtsradikal? Oder will dieser Kommentator den CDU-Oberbürgermeisterkandidaten per Stimmabgabe beleidigen?

Die Internet-Seiten von Matthias Waldraff habe ich heute zum ersten Mal angeklickt. Erstaunt war ich über die Behauptung, die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" habe am 22. April 2013 bereits alle Oberbürgermeister-Kandidaten vorgestellt. Vielleicht werde auch ich Kandidat, vorgestellt hat mich noch keine einzige Zeitung aus Hannover...

Das werden die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" und die "Neue Presse Hannover" auch nur tun, wenn ich die erforderlichen Unterstützerunterschriften bekomme. Als Redakteur habe ich für eine Wochenzeitung gearbeitet, die sich nicht vom Madsack-Konzern schlucken ließ, als Burgdorfer machte ich üble Erfahrungen mit einer Beilage der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" und der "Neuen Presse Hannover". So was hat der Madsack-Konzern schon immer gern unter den Meinungsmonopol-Teppich gekehrt. Und der "Schädelspalter" veröffentlicht nicht einmal eine Kleinanzeige von mir...

Das passt zu einer Serie, die 1985 begonnen hat. Damals veröffentlichte ich meinen ersten Roman, ein Rezensionsexemplar bekam auch die "Neue Presse Hannover". Ein freier Mitarbeiter teilte mir ein paar Tage später mit, er finde meinen Roman gut, dürfe ihn aber nicht vorstellen: "Anordnung von oben." Damals war ich Redakteur einer Lokalzeitung, die wenige Monate später vom Madsack-Konzern übernommen wurde.

Heutzutage werden dubiose Vorgänge dieser Art der "Hannover Connection" zugeschrieben...

Auf die Beine gebracht



Montag, 6. Mai 2013

Auf die Beine gebracht

Was man sonst auf die Beine stellt

Hat Rosamunde Schostok vorige Woche gejubelt! Teilnehmerrekorde brachten sie fast um ihre flüssige Schreibweise, weil Hannover "bei fast sommerlichen Temperaturen" Unglaubliches auf die "Beine gebracht" hat, was man früher auf die Beine stellte. Gut 25 000 Menschen brachten - berichtet Rosamunde Schostok - ihre Beine zur DGB-Kundgebung und Feier am 1. Mai mit. Dann wurden 47 000 Fans von ihren Beinen zum "(zugegeben enttäuschenden) Spiel der 96-Elf gegen Mainz" gebracht, wobei Rosamunde Schostok den Platzverweis von Schulz in der 65. Minute übersah, weil sie gedanklich wohl schon bei Pink war, die 11 000 auf die Beine brachte, obwohl sie am Sonntag nicht zu den 15 912 Läuferinnen und Läufern gehörte, die der Hannover-Marathon auf die Beine brachte, während 180 000 die Straßen mit ihren Beinen säumten.

Doch damit ist noch nicht genug auf die Beine gebracht, meint Rosamunde Schostok: "Bestimmt sind die Hannoveranerinnen und Hannoveraner auch am Donnerstag fähig, beim Himmelfahrts-Jazz vor dem Rathaus neue Teilnehmer-Rekorde aufzustellen." Bestimmt sind die Hannoveranerinnen und Hannoveraner Himmelfahrt dazu fähig. Nötigenfalls auf Kommando...

Keinen neuen Teilnehmerrekord, sondern einen Wutanfall-Rekord hat dagegen gerade ein anonymer Kommentator aufgestellt: "Womit kann man den Sozialdienst, der ja unter anderem die Hunde von Rentnerinnen tötet (Bild berichtete über Susi), die Verwandten von Pflegefällen ausklaut und stattdessen Türken wichtiger findet, abwählen und ebenfalls die Untertunnelung der Linie 10 und die Verbreiterung des Rudolf von Bennigsen Ufers? Das brauchen wir doch nicht!!! Nieder mit den Baustellen, über die Rentner fallen ohne daß die Stadt sie und die Verwandten entschädigt!!!"

Das ist keinesfalls schön geschrieben - und geht noch lange so weiter - woher aber kommt diese Wut, die dieser Kommentator Absatz für Absatz immer wütender werdend gegen die Falschen richtet?